Billet de blog 2 oct. 2011

EUROPÄISCHER AUFRUF GEGEN FINANZDIKTATUR (Appel européen en allemand)

Eine noch nie dagewesene Krise verschärft sowohl die sozialen Ungleichheiten als auch die Armut und stürzt Europa in eine unmittelbar drohende Katastrophe.

Pascal Maillard
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Eine noch nie dagewesene Krise verschärft sowohl die sozialen Ungleichheiten als auch die Armut und stürzt Europa in eine unmittelbar drohende Katastrophe.

Als Bürger und Bürgerinnen der europäischen Länder sind wir der Meinung, dass diese Krise nicht unvermeintlich ist, obwohl man uns das glauben lassen möchte. Es gibt Lösungen und diese müssen von den Völkern konsequent durchgesetzt werden. Aufgrund der Verantwortungslosigkeit vieler Regierungen, welche die Bürger für den Wahnsinn der wahren Verantwortlichen der Schuldenkrise (nämlich die Finanzmärkte) büßen lassen, rufen wir dazu auf, die Diktatur der Finanzspekulation mit ihren schrecklichen Auswirkungen auf unser Leben abzulehnen.

Die Politik, die derzeitig verfolgt wird, führt in eine wirtschaftliche Sackgasse

Unter dem Vorwand der Bekämpfung der Schuldenkrise wollen die Regierungen überall ihre Pläne zur Reduzierung der staatlichen Ausgaben durchsetzen, obwohl solche Maßnahmen Institutionen, die für das öffentliche Wohl lebensnotwendig sind (Schulen, Krankenhäuser, Justiz, Forschungseinrichtungen, Krankenversicherung) zerstören.

Nach der Krise von 2008 hatten sich unsere Staatschefs ausdrücklich dazu verpflichtet, die verheerenden Auswirkungen der Finanzspekulation zu begrenzen. Diese Versprechungen sind leider nicht eingehalten worden! Heute breitet sich eine zügellose Spekulation ungestraft aus, die jede Chance zur Wiederbelebung der Wirtschaft und zur Senkung der Arbeitslosigkeit untergräbt.

Wir lehnen es ab, dass die Finanz zu einer Waffe zur Zerstörung der Völker zugunsten der Reichsten eingesetzt wird

Die Finanzinstitutionen müssen im Dienst des Soziallebens und der Wirtschaft stehen und nicht das Gegegenteil. Deshalb behaupten wir, dass wir eine neue Wirtschaftspolitik sowie ein neues Wirtschaftsmodell brauchen.

Wir rufen die Bürger und Bürgerinnen der europäischen Länder dazu auf, alle demokratischen und friedlichen Mittel, über die sie verfügen, einzusetzen, um von ihren Regierungen und den europäischen Institutionen die Umsetzung folgender Maßnahmen zu verlangen:

- Aufhebung der Sparpläne

- Verbot für die Zentralbanken, auf den Finanzmärkten zu spekulieren

- Einführung einer substantiellen Besteuerung der Finanztransaktionen auf europäischer Ebene

- Unabhängige Kontrolle der staatlichen Schulden mit dem Ziel, die Schulden zu verringern oder zu tilgen

- Steuerreformen zu einer gerechteren Verteilung der Reichtümer.

Wir stehen für alle Menschen, die über die Finanzdiktatur empört sind und rufen dazu auf, alle Protestbewegungen zu unterstützen, zu entwickeln und auf europäischer Ebene zu verbünden.

Zu diesem Zweck rufen wir dazu auf, jeden Sonntag die öffentlichen Plätze der Großstädte massenweise und friedlich zu besetzen. Solange der Wille der Völker nicht berücksichtigt und respektiert wird, werden sich diese wöchentlichen Versammlungen, die sich als wahres Bürgerforum für die Rückeroberung der Souveränität der Völker verstehen, fortsetzen. Wir wollen unser Schicksal selbst bestimmen können, um einig und solidarisch gegen die Finanzdiktatur zu kämpfen.

Tausend Volksversammlungen für ein Europa der Bürger!

Tausend Bürgerforen gegen Finanzdiktatur!

Unterschreiben Sie die Petition :

http://blogs.mediapart.fr/blog/les-invites-de-mediapart/180811/appel-europeen-contre-la-dictature-financiere

Charta des Aufrufs

1. Die Unterzeichnung dieser Petition, deren Grundsatztext "Europäischer Aufruf gegen Finanzdiktatur" heißt, steht allen Bürgern und Bürgerinnen ab dem Alter von 16 Jahren offen. Die Unterzeichner dieser Petition werden gebeten, ihren Namen und Vornamen, die Gemeinde und das Land, in dem sie wohnen, sowie ihren Beruf (nicht obligatorisch) anzugeben. Die E-Mail, die für die Bestätigung der Unterzeichnung notwendig ist, wird nicht veröffentlicht.

2. Dieser Aufruf ist dazu bestimmt, in den lokalen, regionalen und überregionalen Medien aller europäischer Länder in Papier- oder in digitaler Form verbreitet zu werden. Die übersetzten Versionen dieses Aufrufs müssen dem Originaltext möglichst treu bleiben. Die französische und die englische Fassungen, die auf der Internetseite von Mediapart abrufbar sind, gelten als der Originaltext.

3. Dieser Aufruf geht aus einer Initiative von Bürgern und Bürgerinnen hervor und hat keinerlei Verbindung mit irgendeiner politischen Partei oder Ideologie. Aus diesem Grund wird in der Petition keine Hierarchie unter den Unterzeichnern etabliert, auch wenn in der Liste der Name bekannter Personen oder wissenschaftlicher Institutionen mit hohem Ansehen erscheint. Diese Petition strebt nur an, die Meinung von "freien und gleichberechtigten" Bürgern zu widerspiegeln. Eine spezifische Rubrik erlaubt die Einsammlung kollektiver Unterschriften von Vereinen, Gewerkschaften und politischen Parteien.

4. Mediapart ist das alleinige Internetportal dieses Aufrufs, der sowohl in der französischen als auch in der englischen Ausgabe auf der Homepage des Leservereins erscheinen wird. Die Zeitung verpflichtet sich dazu, die technische Wartung und die Verarbeitung der Petitionsdaten zu gewährleisten.

5. Die Auszählung der Unterschriften der Petition wird auf der Internetseite von Mediapart transparent, immer zugänglich und zu jedem Augenblick einsehbar sein. Falls infolge einer Vereinbarung zwischen Mediapart und anderen ausländischen Medien auf weiteren Websites Unterschriften für diesen Aufruf gesammelt werden, wird die Überprüfung der Unterschriftenauszählung von dem Mediapart-Team in Zusammenarbeit mit dem Redaktionsausschuss des ausländischen Mediums gewährleistet, welches die Genauigkeit seiner eigenen Auszählung beglaubigen wird.

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